LASERBEHANDLUNG

Laser ist ein Akronym und steht für ‚Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation‘. Er bezeichnet sowohl den Effekt, mit dem künstlich gerichtete Lichtstrahlen erzeugt werden können, als auch den als Strahlquelle dienenden Apparat.

Laserstrahlen haben Eigenschaften, die sie aus Licht aus klassischen Lichtquellen unterscheiden. Es sind dies sehr enge Frequenzspektren, eine hohe Parallelität, grosse Kohärenzlängen der Strahlung sowie ein periodisch exakt gepulstes Licht.

Die Anwendungen reichen von der einfachen Anzeige (z.B. Laserpointer, Entfernungsmessgeräte, Schweisswerkzeug bis hin zum Laserskalpell.

Die Photodynamische Therapie (PDT) ist eine neue nicht invasive Behandlungsmethode für parodontale Erkrankungen. Das Grundprinzip basiert auf der gezielten Aktivierung eines Photosensibilisators (Methylenblau) durch Laserlicht mit einer spezifischen Wellenlänge (670nm). Bakterien werden mit diesem lichtempfindlichen Stoff angefärbt, d.h. dieser Stoff wird von den Bakterien aufgenommen. Bei der Absorption des Laserlichtes durch die Bakterien werden diese durch Bildung von Sauerstoffradikalen zerstört. Die Behandlung führt zu einer signifikanten Reduktion von pathogenen Keimen.

Diese Therapiemodalität ersetzt die herkömmliche Zahnreinigung (Prophylaxe) bei Parodontitis nicht, ergänzt diese aber sinnvoll bei erhöhter Entzündungsaktivität. Durch diese schonende Therapie kann weitestgehend auf eine sonst notwendige Antibiotikatherapie verzichtet werden.

Der Kohlendioxidlaser (=CO2-Laser) wurde 1964 entwickelt. Er arbeitet mit einer Wellenlänge von 10‘600nm und liegt somit im infraroten Bereich, weshalb sein Licht für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist.

Aufgrund der Wellenlänge hat der CO2-Laser eine hohe Affinität zu Wasser, weshalb er für den Einsatz in der Mundhöhle sehr geeignet ist. Die orale Mukosa besteht zu 90% aus Wasser. Durch die Absorption durch Wasser entsteht schnell Hitze, welche zur Karbonisierung des Gewebes führt. Da das Laserlicht nicht gestreut wird, wird das umliegende Gewebe nur geringfügig beschädigt. Dies macht den CO2-Laser geeignet für skalpellähnliche Schnitte (Chirurgie).

Ist der Laserstrahl fokussiert, kann er als chirurgisches Skalpell eingesetzt werden. In der nicht-fokussierten Arbeitsweise trägt er durch Verdampfen oberflächliche Schichten ab. Zudem erhitzt er die Gewebeoberfläche in einem bakteriziden Bereich, so dass Mikroorganismen (z.B. Bakterien) im Operationsgebiet abgetötet werden. Dadurch wird das Operationsgebiet sehr effizient sterilisiert und das Risiko einer postoperativen Infektion verringert.

Aus diesen Gründen eignet sich der CO2-Laser für folgende Indikationen:

  • Behandlung von Aphten
  • Entfernung von Fibromen
  • Frenektomie (Entfernung Lippenbändchen)
  • Behandlung von Herpes
  • Behandlung von Periipmlantitis (als Ergänzung in einem ganzheitlichen Konzept)
  • Entfernung von Zungenband